Ich bin Timi vom Schulzimmer der 1. Klasse

Katzenmorgen auf dem Rappenstein

Der Timi gaht zum Billy

Und sie mached es luschtigs Spieli

 

Sie spieled mit em Balle

Und de flügt in d Chuchischale

 

Sie holed denn de Balle

us de kapute Chuchischale

 

D Frau Werren schimpft es bitzli

Und dezue mached die beide es luschtigs Witzli

 

D Frau Werren mues lache

Und tuet en Chueche bache

 

Die beide Chätzli gönd in Wald

Und deht gsends es Chalb

 

S Chalb bringeds zrugg uf de Hof

Und dört wartet es Schof

 

De Timi gaht wieder hei

und de Billy isch wieder elei.

 

Ich bin Billy vom Rappenstein

Im Schulzimmer wohnt Timi

Auf dem Rappenstein der Billy

 

Timi schleicht durchs Haus

Und sucht eine Maus

 

Billy streift durchs Gras

und läppelt Milch aus dem Glas

 

Die Mami-Katze stiehlt ein Fisch

Leider vom Küchentisch

 

 

Rahel Werren / Andrea Meier 07.09.2011

Projekt „ Kräuterspirale“ der 3. Klässler

Nebel kriecht an diesem Morgen das Tal hinauf. Oben beim Tippi drängt sich die Sonne mit ganzer Kraft gegen die Nebelwand. Die 3. Klässler beobachten diesen Kampf mit Zuversicht des Sieges der Sonnenkraft!

 

Auch wir stürzen uns in den „Kampf“ des Tages! Das Projekt eine Kräuterspirale zu bauen steht bereit. Jedes Kind findet seinen Arbeitsplatz, je nach seinen Gaben. Grössere Bruchsteine liegen bereit um gezielt und standfest zu einer Spiralformmauer aufgeschichtet zu werden. Mit Kessel ausgerüstet werden Schottersteine am Wegesrand eingesammelt um in den Kern der Spirale eingeschüttet zu werden. Verrotteter Mist, Kompost, Gartenerde und Sand müssen mit der Karette angekarrt werden um die Spirale pflanzbereit zu machen.

 

Erst dann können wir verschiedene Kräuter einpflanzen. Zu guter Letzt platzieren die Mädchen zu jedem Kraut hübsch beschriftete Töpfli.  Tatenlose greifen zur Hacke und jäten Gartenbeete. Als Zwischenarbeit dürfen kleine Osterschächteli mit einem verzierten Weinbergschneckenhäuschen gestaltet werden.

 

Die Kräuterspirale birgt ungeahnte Lernfelder. Zur Ausrichtung unserer Spirale achteten wir auf die vier Himmelsrichtungen. Ausgehend von einem kleinen Teich, der uns die Feuchtzone gewährleistet, schafften wir vier, sich in die Höhe windende Klimazonen. Dabei müssen wir auf die Sonneneinstrahlung und die verschiedenen Erdmischungen achten.

 

Beim Pflanzen überlegen wir, in welche Zonen nun die einzelnen Kräuter gehören, damit sie ihren optimalen Platz finden. Wir lernten dabei, dass Schnittlauch und Petersilie getrennt werden sollten. Sie vertragen sich nicht. So entschieden wir, dieses Problem zu lösen, indem wir dazwischen Bärlauch und Liebstöckel platzierten. Die entstandene Trockenmauer der Spirale speichert die Sonnenwärme, die unseren Pflanzen der trockenen Zone, wie Rosmarin oder Thymian, zu Gute kommt.

 

Die 3. Klässler erleben einen fantastisch-siegreichen Tag! Gemeinsam bezwangen wir die Schwerarbeit des Bauens und Einfüllens! Mit viel Freude können wir ein gelungenes Werk präsentieren, das im Laufe der Jahre sein eigenes Ökosystem entwickeln wird. Der einheitliche Abschluss-Kommentar des Tages lautet: Das war der beste Rappensteintag!

 

Rahel Werren / Ende März 2011

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